
Alice Weidel lebt in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit Kindern – ein scharfer Kontrast zum traditionellen Familienbild der AfD. Wie reagiert die Parteichefin, wenn Spitzenkandidaten wie Ulrich Siegmund ihr Lebensmodell öffentlich abwerten und Parteikollegen gegen sexuelle Minderheiten hetzen? Pauline von Pezold und Frederik Schindler analysieren einen internen Kulturkampf, in dem Weidel zunehmend ins Visier der eigenen Leute gerät.
Trotz historischer Wahlerfolge in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Ein brisantes internes Strategiepapier des Wahlkampfmanagers Daniel Fiß rechnet gnadenlos mit dem Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm ab und fordert einen radikaleren Kurs. Die Recherche zeigt, wie extreme Kräfte die Gunst der Stunde nach der Wahl nutzen, um unliebsame Funktionäre aus dem Weg zu räumen.
Ein Blick nach Österreich offenbart zudem tiefe Risse im europäischen Rechtsaußen-Bündnis. FPÖ-Chef Herbert Kickl inszeniert sich plötzlich als israelfreundlich und erntet dafür heftigen Gegenwind von AfD-Politikern, die von „Schuldkult“ sprechen. Zudem ordnet die Folge eine bemerkenswerte Geschichtsumdeutung ein und klärt, warum Alice Weidel Adolf Hitler öffentlich als „Linksradikalen“ bezeichnet.
„Inside AfD“ ist der POLITICO-Podcast über die umstrittenste Partei des Landes. Trotz Radikalisierung und Beobachtung durch den Verfassungsschutz wächst die AfD weiter. Wie ist das möglich? Was treibt ihre Anhänger, Strategen und Gegner an? Wie funktioniert das Innenleben der Partei? Und was bedeutet ihr Aufstieg für das politische System Deutschlands?
Antworten liefern immer mittwochs Pauline von Pezold von POLITICO und Frederik Schindler von WELT — unaufgeregt, aber kritisch.
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