EU will nationale Social-Media-Verbote stoppen

„Die Kommission hat beschlossen, alle Entwürfe nationaler Gesetze, die sich mit den künftigen harmonisierten Regeln überschneiden, für zwölf Monate aufzuschieben“, sagte Kommissionssprecher Thomas Regnier am Donnerstag vor Journalisten.

Österreich hatte die Kommission bereits im Juli gebeten zu prüfen, ob sein geplantes Gesetz, das den Zugang für unter 14-Jährige verbieten würde, mit EU-Recht vereinbar ist. Die Frist für eine Antwort der Kommission lief am Donnerstag aus. Die EU-Kommission forderte Österreich daraufhin auf, die Verabschiedung des Gesetzes für ein Jahr auszusetzen, sagte Regnier.

„Ein europäisches Problem erfordert eine gemeinsame europäische Antwort“, sagte Regnier. „Wir müssen uns nun auf die Verhandlungen zum EU Kids Act konzentrieren.“

Die Mitgliedstaaten müssen sich nun mit dem Europäischen Parlament und der Kommission auf die Einzelheiten des Kids Act einigen, bevor die Regeln umgesetzt werden können.

Nach dem Vorschlag der Kommission wäre der Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 13 Jahren in den meisten Fällen verboten. Für Jugendliche unter 15 Jahren würde er stark eingeschränkt. Zudem sollen Plattformen zu mehr Sicherheit bereits bei der Gestaltung ihrer Dienste verpflichtet werden. Die Vorgaben sollen auch für Videospiele und KI-Begleiter gelten.

Wie die Mitgliedstaaten auf die Aufforderung reagieren werden, ist zunächst unklar.

Original source EU will nationale Social-Media-Verbote stoppen

Back to home