
Über die Ergebnisse der Reise sprechen die EU-Staats- und Regierungschefs am 15. und 16. Oktober bei ihrem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU droht damit, den Zugang chinesischer Unternehmen zum Binnenmarkt einzuschränken, sollten die Gespräche scheitern.
Die EU und China verhandeln seit Juni. Die Staats- und Regierungschefs der EU haben erklärt, sie wollten die große Menge chinesischer Importe und das hohe Handelsdefizit mit China, nicht länger hinnehmen.
„Ich glaube, unsere chinesischen Partner haben verstanden, dass dies direkte Auswirkungen auf die Zukunft bedeutender europäischer Unternehmen hat – buchstäblich Tausende von Arbeitsplätzen“, berichtete Šefčovič. „Und auch auf das soziale Gefüge und das Sozialmodell, das in Europa über viele, viele Jahrzehnte hinweg entwickelt wurde.“
Im Mittelpunkt der Gespräche steht das wachsende Handelsdefizit der Union mit China von einer Milliarde Euro pro Tag. Um dieses Defizit zu verringern, müssen die Importe aus China reduziert und/oder die EU-Exporte nach China gesteigert werden.
Šefčovič erklärte, er hoffe, aus Peking Ergebnisse zu drei Hauptthemen mitbringen zu können: plötzliche Exportanstiege Chinas in wichtigen Industriezweigen, Maßnahmen zur Steigerung europäischer Warenexporte nach China, Klarheit hinsichtlich chinesischer Exportbeschränkungen für Rohstoffe, insbesondere für Seltene Erden.
In Milwaukee traf sich Šefčovič mit dem chinesischen Vizeminister Li Chenggang. Der slowakische Kommissar erklärte, China habe Verständnis für die Bedenken Europas: „Alle von uns angesprochenen Themen liegen auf dem Tisch. Ich sage nicht, dass wir Zusicherungen haben, dass wir sie lösen werden, aber sie liegen auf dem Tisch.“