
Erstmals wird medizinischer Fortschritt nicht mehr einseitig von der Kostenseite gedacht, sondern daran gemessen, was die forschende Gesundheitsindustrie durch Forschung, Entwicklung, Produktion und hochwertige Arbeitsplätze für unser Land leistet.
Dazu gehört auch, dass wir uns ehrlich machen: Die finanzielle Schieflage der Kassen entsteht durch strukturelle Ineffizienzen im System, nicht durch medizinischen Fortschritt. Ganz im Gegenteil: Innovative Medizin ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft. Der konsequente Einsatz modernster Diagnostik, digitaler Prozesse und innovativer Therapien könnte schon heute jährlich über 40 Milliarden Euro freisetzen – direkt im Gesundheitssystem und indirekt als positiver Effekt auf Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand.
Die Politik hat jetzt die Chance, einen Perspektivwechsel einzuleiten. Eine Expertenkommission hat jüngst konkret vorgeschlagen, wie Unternehmen, die in Deutschland investieren, von einem Teil – wohlgemerkt: nur einem Teil – jener zusätzlichen Belastungen ausgenommen werden können, die mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eingeführt wurden. Diese Vorschläge zur Verknüpfung des Herstellerabschlags mit einer sogenannten Standortklausel liegen nun auf dem Tisch. Und sie sind schon bemerkenswert: Erstmals wird medizinischer Fortschritt nicht mehr einseitig von der Kostenseite gedacht, sondern daran gemessen, was die forschende Gesundheitsindustrie durch Forschung, Entwicklung, Produktion und hochwertige Arbeitsplätze für unser Land leistet. Ein Ansatz, der Industriepolitik, Sozialpolitik und Geopolitik endlich zusammendenkt.
Denn erst dann sendet die Bundesregierung die notwendige politische Verbindlichkeit.
Dabei wird uns keineswegs etwas geschenkt: Die Kassen werden mit einem erhöhten Herstellerabschlag von 15,5% weiterhin auf Rekordniveau durch die Industrie gestützt – Unternehmen, die nachweislich vor Ort Werte schaffen, Arbeitsplätze sichern und Forschung verankern, erhalten lediglich die Chance, die zusätzlichen Belastungen zu reduzieren. Das ist kein Geschenk – sondern die Korrektur einer massiven Fehlsteuerung. Eine vorausschauende, ressortübergreifende Standortstrategie hätte von vornherein auf positive Anreize gesetzt, statt bestehende Strukturen zu schwächen. Umso wichtiger ist es, dass daraus nun schnell ein wirksames, unbürokratisches Gesetz wird – und dass weitere Schritte folgen. Denn erst dann sendet die Bundesregierung die notwendige politische Verbindlichkeit. Denn milliardenschwere Investitionsentscheidungen in die Zukunft Deutschlands folgen keinen Kommissionspapieren – sondern verlässlichen Taten, die die Grundlage für eine Pharma-Strategie werden können, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellt und den internationalen Herausforderungen gerecht wird.
- Der Sponsor ist Roche Pharma AG.
- Diese Werbung steht im Zusammenhang mit der politischen Debatte über eine Standortklausel beim Herstellerabschlag für Pharmaunternehmen.
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